Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Grammatik
1.1 Linguistische Grammatik
1.2 Didaktische Grammatik
- Anwendungsgebiete und Anwendungsmöglichkeiten
2.1. Das Perfekt in der linguistischen Grammatik
2.2. Das Perfekt im Lehrwerk «Tangram»
- Vergleich – Kommentar
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
Anhang
- Einleitung
«Verba volant, scripta manent» sagten die alten Römer, was so viel bedeutet wie: Das Gesprochene fliegt, das Geschriebene bleibt. Die Grammatik hält mitunter fest, wie die Sprache in einem konkreten Zeitraum „aussieht“. Man braucht nur an den Alt-Griechisch- und Lateinunterricht zu denken, und was man dabei an Grammatik lernen muss. Das Latein ist durch die umfangreiche Präsens der Grammatik geprägt. Es ist unmöglich Latein zu lernen, ohne die Grammatik des Lateinischen zu lernen. Latein existiert heute als gesprochene Sprache nicht mehr, doch es bildet die Grundlage aller romanischen Sprachen, und beeinflusste auch germanische Sprachen, vor allem die englische, aber auch die deutsche Sprache. Latein überdauerte den Untergang Westroms und war im Mittelalter die Sprache der Gelehrten. Im Mittelalter haben sich die Sprachen auseinander entwickelt, doch blieb vieles gemein. Darunter viele grammatische Strukturen. In der Neuzeit gewannen die Sprachen, hauptsächlich wegen der Entdeckungen und des sich daraus entwickelnden Handels, immer mehr an Bedeutung. Sprachen zu lernen, war nun eine Notwendigkeit. So besann man sich zurück an die Ursprünge, und entdeckte erneut die Lehre des Alt-Griechischen und des Lateinischen, und somit auch die Lehre der Grammatik. Seitdem hat die Sprachlehre und die Sprachwissenschaft enorme Fortschritte gemacht; Theorien wurden entwickelt, angewandt, revidiert: Von der Grammatik-Übersetzungsmethode über die direkte Methode und die audiolinguale/audiovisuelle Methode bis hin zur kommunikativ-pragmatischen Methode.
In dieser ersten Hausarbeit werden wir uns mit den Unterschieden zwischen der linguistischen und der didaktischen Grammatik beschäftigen, sowohl in einem theoretischen Rahmen, als auch in ganz konkreten praktischen Anwendungen im Fremdsprachenunterricht. Es werden die Merkmale beider Grammatiken beschrieben werden, die Beziehungen zwischen ihnen dargestellt und die Übergänge von der linguistischen in die didaktische Grammatik hervorgehoben werden. Dabei wird der Versuch unternommen werden, alle theoretischen Aspekte mit Beispielen aus der Unterrichtspraxis anhand eines Lehrwerks zu belegen.
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